Zwei Stunden vorne ersparen dir Wochen und Budget hinten raus!

Zu viele Geschäftsführer:innen unterschreiben, bevor sie verstanden haben, mit wem sie eigentlich arbeiten. Das Angebot ist vergleichsweise niedrig. Die machen eh alle das Gleiche; passt schon, oder?

Mach die Auswahl nicht zur Fleißaufgabe für andere. Wenn du mitentscheiden möchtest, welcher Kandidat am Ende eingestellt wird (nur dann), musst du einen kleinen Slot im Kalender dafür freigeben. Wer die Entscheidung delegiert, delegiert auch Verantwortung. Und wer das falsche Bauchgefühl ignoriert, kauft sich oft Monate voller Korrekturen.

Die größten No-Gos bei der Auswahlphase

  1. Du lässt andere entscheiden.
    Viele übergeben die Vorauswahl an einen Werki oder ihre Assistenz und sehen nur PDFs mit Preisen, Prozessen und Referenzen. Bequem, ja; aber kein Ersatz für ein echtes Gespräch. Nur im direkten Austausch merkst du, ob die Agentur dich wirklich versteht.
  2. Du achtest nur auf Fakten, nicht auf Haltung.
    Fachlich sind viele gut; entscheidend ist, wie jemand arbeitet.
    Wie wird kommuniziert? Wie laufen Briefings? Wie gehen sie mit Druck oder Widerspruch um? Diese Signale erkennst du nur live, nicht in Angeboten.
  3. Du ignorierst dein Gefühl.
    Damit meinen wir nichts Spirituelles. Aber: Wie fühlst du dich im Gespräch? Wird zugehört? Wirst du verstanden? Dein Headhunter repräsentiert dich nach außen; spricht mit Kandidat:innen über dein Unternehmen, über deine Kultur. Wenn du sie nicht in dein Team holen würdest, sollten sie dich auch nicht nach außen vertreten.

Investiere vorne; spare hinten.
Wenn du dir am Anfang zwei Stunden Zeit nimmst, um potenzielle Partner kennenzulernen, sparst du dir später Wochen an Abstimmung, Rückfragen und Enttäuschung. Frag nach ihrer Herangehensweise; nach Erfolgsquoten; nach Zielgruppenverständnis. Das Ziel ist nicht der günstigste Anbieter, sondern der richtige Partner. Der ist nämlich auf lange Sicht auch der günstigste.

Alle kennengelernt und überzeugt? Super, dann lass sie ihr Ding machen.
Du hast evaluiert, gesprochen, geprüft. Wenn du überzeugt bist, dann ist jetzt der Moment, loszulassen. Du hast Profis engagiert; also lass sie ihr Ding machen. Vertrauen heißt nicht, dich rauszuhalten; es heißt, den Prozess zu respektieren.

Now: trust the process.
Bleib im Austausch, gib Feedback, aber greif nicht ständig ins Steuer. Nur wer Vertrauen gibt, bekommt Ergebnisse, die überraschen dürfen. Eine gute Agentur kommt sehr regelmäßig und proaktiv auf dich zu, wenn dein Input benötigt wird.

Zwei Stunden, die sich mehrfach auszahlen.
Zwei Stunden vorne sparen dir Wochen hinten raus. Denn wer die richtigen Partner auswählt, spart nicht nur Zeit und Budget, sondern hat auch endlich wieder den Kopf frei fürs Wesentliche: Führung und Geld verdienen. 

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