Das beste Hiring beginnt, wenn du aufhörst, dich selbst zu klonen.
Viele Hiring Manager starten jede Suche mit einem unausgesprochenen Ziel: jemanden finden, der so denkt, so arbeitet und so performt wie sie selbst. Ein „Mini-Me“, nur etwas jünger, etwas günstiger, etwas formbarer. Klingt logisch? Ist aber einer der häufigsten Recruiting-Fehler überhaupt. Wer sich selbst sucht, stellt sich langfristig ein Bein. Denn wer die eigene Denkweise dupliziert, baut kein starkes Team, sondern ein schwächeres Abbild davon.
Zu enge Profile bremsen dich aus.
Dieses Muster begegnet uns bei bits&birds immer wieder: ein überpräzises Wunschprofil, das keine Luft für Ecken und Kanten lässt. Das Ergebnis: lange Suche, enttäuschte Erwartungen und die Erkenntnis, dass es die eine perfekte Person ( -> mit 7,5 Jahren Erfahrung auf der exakt gleichen Position in der exakt gleichen Nische beim aktuellen Marktführer) einfach selten gibt.
Ein zu enges Profil ist nicht nur unflexibel, es ist auch unfair. Menschen sind keine Kopien. Und gute Teams entstehen nicht durch Gleichheit, sondern durch Ergänzung.
Lücke im Lebenslauf? Lass sie dir erklären.
Ein abgebrochenes Studium, ein Branchenwechsel, ein halbes Jahr Pause -> das sind im ersten Schritt Geschichten und Erfahrungen. Ob es sich um Ausschlusskriterien handelt, weißt du, wenn du sie gehört hast. Wenn etwas unklar ist, frag nach. Wie kam’s dazu? Was hast du daraus gelernt? Manchmal sind genau diese Erfahrungen das, was später im Job den Unterschied macht
Du brauchst Sicherheit? Hol sie dir, aber smart.
Der Eindruck ist gut, aber du willst sicher sein, dass er oder sie wirklich performt?Lad die Person für einen Tag ins Office zu einer Brainstorming-Session ein. Frag, ob du einen Referenzcall mit der ehemaligen Führungskraft führen darfst. Es gibt wirklich so viele Möglichkeiten. Kandidat:innen, die überzeugt sind, was sie können, haben damit kein Problem, solange du genauso invested bist ins gemeinsame Kennenlernen.
So schaffst du Sicherheit, ohne Chancen zu blockieren.
Niemand sagt, du sollst Menschen einstellen, die nicht passen.
Natürlich geht es nicht darum, beliebig zu werden oder Abstriche bei Qualität zu machen. Es geht darum, deinen Blick zu weiten. Perfektion gibt es nicht, aber Passung. Und die entsteht oft dort, wo du sie nicht sofort erwartest.
Die besten Teams, die wir je zusammenstellen durften..
..teilen die gleichen Werte und Grundideen, aber sie unterscheiden sich in Skills, Perspektiven und Persönlichkeiten. Sie sind kein Cluster aus Kopien, sondern eine Mischung aus Menschen, die sich gegenseitig fordern, ausgleichen und inspirieren. Und genau das macht sie stark.
Fazit: Das beste Hiring beginnt, wenn du aufhörst, dich selbst zu klonen. Wenn du nur nach deinem Spiegelbild suchst, bekommst du vielleicht Harmonie, aber keine Entwicklung. Ergänzung schlägt Ähnlichkeit. Vielfalt schlägt Komfort.